Erinnern und Gedenken
Verfolgung und Widerstand in Sangerhausen 1933-1945

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Wir informieren über Aktivitäten der Initiative Erinnern und Gedenken Sangerhausen sowie über inhaltlich ähnliche Veranstaltungen und Ereignisse in der Region. Dokumentiert werden auch Forschungsergebnisse zu einzelnen Personen und Personengruppen, die in Sangerhausen während des Nationalsozialismus verfolgt wurden bzw. Widerstand leisteten.  

Rückschau: Pogromnachtgedenken 2016

Eisleben 9. November 2016

16 Uhr Verlegen von Stolpersteinen für Martha und Marianne Heilbrunn. Schlossplatz 2

17 Uhr Gesprächsrunde im Rathaus, Sitzungsaal

18 Uhr Andacht - St. Andreaskirche

19 Uhr Musikalisch-literarischer Abend zum Gedenken an die Opfer mit Adelheid Johanna Heß. Rathaus Sitzungssaal

Sangerhausen 10. November 2016

12 Uhr Marienkirche - Auftakt zur Begehung der Stolpersteine durch Jugendliche des Geschwister Scholl Gymnasiums

 











Die drei achten Klassen wurden durch Ernst-Albrecht Henke begrüßt und teilten sich dann in 7 Gruppen auf, die an den Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerten und ihren Widerstand würdigten. anschließend wurden die Gedenkplatten gereinigt.

 

Eine Gruppe nahm sich die Verlegestelle an dem Hüttenstraße 26 vor. Dort lebte vor der Deportation und Ermordung die Familie Fleischmann mit drei Generationen.

Volkstrauertag 2016 am 13. November: Gedenken am Mahnmal auf dem Sangerhäuser Friedhof

Nach der Eröffnung durch den Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann, sprachen für die Initiaitve Erinnern und Gedenken Dr. Peter Gerlinghoff und für den Sangerhäuser Geschichtsverein Helmut Loth.

Als mahnende Beispiele wurden zwei Schicksale von Soldaten des 1. Weltkrieges herausgestellt, die in Sangerhausen, von den Schlachtfeldern kommend, nach schweren Verwundungen verstarben.

 Der Hauptmann und Kompaniechef Karl Dreßler vom Rheinischen Infanterie Regiment 160, ein Mann in den besten Jahren, überlebte die ersten vier Kriegsmonate nicht.

Der knapp neunzehnjährige Füsilier Kurt Hoffmann erlebte das Kriegsende im Lazarett und hatte noch 7 Monate Siechtum vor sich, bis er am 24. Juli 1919 in Sangerhausen verstarb. 

Rückblick: Gedenken an die Pogromnacht vor 77 Jahren

Am 9. November 2015 um 14 Uhr fand auf Anregung der Initiative Erinnern und Gedenken eine "Öffentliche Chorprobe" von Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Mahnmahl vor der Marienkirche statt. Jüdische und deutsche Volkslieder bildeten einen eindrucksvollen Rahmen für das Gedenken an die Zerstörung der Synagogen in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938. Der stellv. Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Herr Schuster, erläuterte die aktuelle Bedeutung des Gedenktages bei der Abwendung von Hass und fremdenfeindlichen Gewalttaten. Dr. Gerlinghoff schilderte Vorfälle der Pogromnacht in Mitteldeutschland. Herr Hüttel stellte einen Stadtplan mit den Sangerhäuser Stolpersteinen vor. Anschließend legten Jugendliche auf anregung von Frau Liesong weiße Rosen auf den Stolpersteinen nieder. 


Rückblick: Stolpersteinverlegung am 2. Oktober 2015

Am 2. Oktober 2015 wurden wiederum unter Beteiligung von Jugendlichen, darunter Schülern und Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und einer Kath. Pfadfindergruppe Erinnerungszeichen für Klara Merkelt,Therese und Erhard Meyerstein, Sofie Luise Gorek und Alban Hess. verlegt. Siehe auch  Bildergalerie.

Rückblick: Eröffnung der Ausstellung Rosen in Ravensbrück" im Europa Rosarium Sangerhausen am 5. September 2015

Die von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, dem ehemaligen Frauen-konzentrationslager, erstellte Ausstellung zeigt die Bedeutung der Rose in der Erinnerungskultur. Der Franzose Michel Kriloff, 1942 Zwangsarbeiter im Rosarium, züchtete 1973 eine Erinnerungsrose "Résurrection" (Auferstehung). Über die Geschichte dieser Rose sprachen u. a. Marie-France Cabeza-Marnet und Francoise Marchélidon von "Amicale Ravensbruck" (Paris). Siehe auch Bildergalerie.

Rückblick: Erinnerung an nationalsozialistische Patientenmorde

Am 7. März 2015 wurden vor dem Johannesstift in Magdeburg, Pfeifferstraße 10, für Martha Böttcher und Johanna Querndt Stolpersteine verlegt. Als geistig bzw. körperlich Behinderte wurden die beiden Sangerhäuserinnen zwischen Mai und August 1941 in der Anstalt Uchtspringe ermordet.

Rückblick: Dr. Angelika Klein am 13. Februar auf der Veranstaltung zur Erinnerung an die Bombardierung Dresdens 1945

"Die leidvollen Erfahrungen mit Nationalismus und Rassismus in der Geschichte des deutschen Volkes erfordern eine offensive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und die Übernahme von Verantwortung für die deutsche Vergangenheit mit all ihren unbequemen Fragen und Antworten auch für die Nachgeborenen. Viel zu viele möchten gern einen Schlussstrich unter dieses Kapitel der deutschen Vergangenheit ziehen." Hier weiterlesen.

Vorbildlich:

Die Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus" des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sangerhausen übernimmt eine Patenschaft über die in Sangerhausen verlegten Stolpersteine. "Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben", lautet es in der Selbstverpflichtung. Bei den Stolpertseinverlegungen sind die Schülerinnen und Schüler nicht nur Gäste, sondern Mitwirkende.